Sie befinden sich hier: StartseitePflegefachtag / Pflegefachtag 2022 / Vorträge und Referent:innen 

Mittwoch, 5. Oktober 2022 - Unsere Referenten und Vortragsthemen

Andreas Kaczynski

kaczynski landscape.jpg
Andreas Kaczynski ist seit 2005 im Vorstand von Der Paritätische, Landesverband Brandenburg e.V. Er war beteiligt bei der Gründung der Qualitätsgemeinschaft Pflege, der er auch mehrere Jahre vorstand. Die Entwicklung und Brandenburger Pflegelandschaft ist seit vielen Jahren, weit über die Vertretung der Interessen der Mitgliedsverbände hinaus, ein Schwerpunkt und Anliegen seiner (Verbands-) Arbeit.

Eröffnung

Ministerin Ursula Nonnemacher

Nonnemacher_MG_3633_1_Pressefoto3.jpg
Ursula Nonnemacher ist seit November 2019 Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg.

Pakt für Pflege - Stand der Umsetzung und ein erstes Fazit
Die Brandenburger Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz begrüßt die Teilnehmenden. Sie wird über die mit dem Pakt für Pflege bereits auf den Weg gebrachten Maßnahmen informieren sowie über erste vorliegende Erkenntnisse aus dem bisherigen Umsetzungsprozess.

Dr. Martin Schölkopf

Schölkopf.jpg
Dr. Martin Schölkopf ist Leiter der Abteilung 4 - Pflegeversicherung und -Stärkung im Bundesministerium für Gesundheit.
  • Nach dem Studium der Verwaltungswissenschaften an der Universität Konstanz (1987-1993) dort Assistententätigkeit am Lehrstuhl für Sozialpolitik (1994-1999); Promotion
  • Von 2000 bis 2003 Referent im Stabsbereich Politik der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Berlin
  • 1/2004-11/2005 Leiter des Referats "Finanzielle Grundsatzfragen der Sozialpolitik" im Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung
  • 11/2005-4/2013 Leiter des Referats "Grundsatzfragen der Gesundheitspolitik" im Bundesministerium für Gesundheit
  • 4/2013 – 4/2022 Leiter der Unterabteilung Pflegesicherung im Bundesministerium für Gesundheit

Pflegepolitik und die Rolle der Kommunen in der Pflege

Kommunen sind wichtige Akteure in der Daseinsvorsorge, der Altenhilfe und in der Pflege. Denn die pflegerische Versorgung muss vor Ort sichergestellt werden, im Dorf, in den Wohnvierteln und in den Stadtteilen. Angesichts der demografischen Entwicklung müssen Kommunen daher wieder stärker den Auftrag wahrnehmen, die Pflege in ihrem Einzugsgebiet aktiv mit zu gestalten. Bereits heute sieht das Recht der Pflegeversicherung etliche Instrumente vor, die insbesondere auf eine bessere Abstimmung, Zusammenarbeit und gegenseitige Information von Kommunen und Pflegekassen zielen. Noch werden diese Möglichkeiten aber nur unzureichend wahrgenommen. Darüber hinaus braucht es weitere gesetzliche Maßnahmen, die die Einbindung der Kommunen in die Gestaltung der pflegerischen Versorgung fördern. Der Koalitionsvertrag bietet hierzu neue Möglichkeiten. Im Vortrag sollen bestehende Möglichkeiten und neue Ansätze der Gestaltung der Pflegelandschaft vor Ort diskutiert werden.

Michael Plazek-Stier

MichaelPlazekStier_2022-2.jpg
Michael Plazek-Stier ist Prokurist der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Projektleiter an dem von KPMG geförderten Institut für den öffentlichen Sektor. Er forscht seit über 10 Jahren, viele Jahre davon auch an der Universität Potsdam, zu kommunalen Gestaltungsmöglichkeiten im Pflegebereich. Aktuell hat er in diesem Rahmen das kürzlich abgeschlossene, bundesweite Forschungsprojekt „Stärkung von bedarfsorientierten Pflegestrukturen in ländlichen strukturschwachen Regionen“ im Auftrag von BMI und BBSR betreut.

Pflege in ländlichen Räumen stärken – 10 Ansatzpunkte für Landkreise und Kommunen
Bei der Schaffung bedarfsorientierter Pflegestrukturen in ländlichen strukturschwachen Regionen bestehen besondere Herausforderungen. Unter der Zielstellung der Förderung gleichwertiger Lebensverhältnisse hat ein bundesweites Forschungsprojekt im Auftrag des Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI) sowie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) untersucht, welche spezifischen Herausforderungen und erfolgsversprechenden Ansatzpunkte dabei auf kommunaler Ebene gesehen und umgesetzt werden. Herr Plazek-Stier stellt die zentralen Studienergebnisse zu strukturellen Voraussetzungen und primären Handlungsfeldern vor und nimmt Bezug auf die Situation der Kommunen im Land Brandenburg.

Dr. Carsten Kampe

Kampe.jpg
Dr. Carsten Kampe ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung Brandenburg im Team WFBB Arbeit – Fachkräfte und Qualifizierung. Innerhalb des Arbeitsbereichs ist Herr Kampe mitverantwortlich für das Brandenburger Fachkräftemonitoring. Dieses beinhaltet seit 16 Jahren Analysen zum Brandenburger Arbeitsmarkt sowie zu Kernthemen der Arbeitspolitik. Die Fach- und Arbeitskräftesituation in der Brandenburger (und auch der Berliner) Gesundheitswirtschaft stehen seit über 10 Jahren im Fokus des Fachkräftemonitoring. Im Rahmen seiner Tätigkeit hat Herr Kampe unter anderem die Brandenburger Fachkräftestudie Pflege des damaligen MASF hauptverantwortlich begleitet. Darüber hinaus ist Herr Kampe der Autor der regelmäßig durch das MSGIV veröffentlichten Fachserie „Daten und Fakten zur Pflege im Land Brandenburg“.

Pflegeassistenzberufe, akademische Ausbildung und ausländische Arbeitskräfte in der Pflege – Handlungsbedarfe und Gestaltungsansätze

Die ambulante wie auch die stationäre Langzeitpflege leidet seit Jahren unter massiven Arbeitskräfteengpässen. Um der zunehmenden Be- und Überlastung des Pflegepersonals entgegenwirken zu können, sind Maßnahmen der Fachkräftesicherung auf allen erdenklichen Ebenen notwendig. Hierbei geht es zum einen um die Gewinnung neuer Arbeitskraftpotenziale, bspw. durch die Ausweitung ausländischer Beschäftigung oder auch die Gewinnung von akademischen Fachkräften. Zum anderen ist ein qualifikationsgerechterer Einsatz der vorhandenen Fach- und Arbeitskräfte notwendig, mit dem Ziel, gegebene Potenziale besser zu nutzen und das Berufsfeld weiter aufzuwerten. Bei der Weiterentwicklung von Personaleinsatzkonzepten wird den sog. Assistenzkräften mit hoher Wahrscheinlichkeit eine besondere Bedeutung zukommen.

Donnerstag, 6. Oktober 2022 - Unsere Referenten und Vortragsthemen

Dr. Cordula Endter

Prof.c.endter.jpg
Dr. Cordula Endter ist studierte und promovierte Kulturanthropologin und Psychologin. Als Vertretungsprofessorin für Soziale Gerontologie forscht sie zu Digitalisierungsprozessen in den Bereichen Gesundheit und Pflege sowie zu digitaler Teilhabe und Bildung älterer Menschen. Die Stärkung der digitalen Teilhabe Älterer ist ihr auch ein gesellschaftspolitisches Anliegen, für dass sie sich im Rahmen der wissenschaftlichen Politikberatung, u.a. für den Achten Altersbericht der Bundesregierung, einsetzt.

Digitale Unterstützung in der Pflege - ein Überblick
Digitale Technologien spielen in der Pflege zunehmend eine Rolle. Dabei reicht das Anwendungsspektrum von IT-Systemen, über intelligente Pflegewagen bis hin zu sozialen Robotern. Doch die Fülle an Technologien spiegelt sich bislang noch nicht ausreichend in ihrer pflegerischen Nutzung wider. Der Vortrag benennt dafür Ursachen, gibt einen Überblick über Anwendungsfelder und macht Vorschläge, wie eine bedarfs- und nutzer:innengerechte Anwendung in der Pflege gestaltet sein könnte.

Dr. Carsten Kampe

Kampe.jpg
Dr. Carsten Kampe ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung Brandenburg im Team WFBB Arbeit – Fachkräfte und Qualifizierung. Innerhalb des Arbeitsbereichs ist Herr Kampe mitverantwortlich für das Brandenburger Fachkräftemonitoring. Dieses beinhaltet seit 16 Jahren Analysen zum Brandenburger Arbeitsmarkt sowie zu Kernthemen der Arbeitspolitik. Die Fach- und Arbeitskräftesituation in der Brandenburger (und auch der Berliner) Gesundheitswirtschaft stehen seit über 10 Jahren im Fokus des Fachkräftemonitoring. Im Rahmen seiner Tätigkeit hat Herr Kampe unter anderem die Brandenburger Fachkräftestudie Pflege des damaligen MASF hauptverantwortlich begleitet. Darüber hinaus ist Herr Kampe der Autor der regelmäßig durch das MSGIV veröffentlichten Fachserie „Daten und Fakten zur Pflege im Land Brandenburg“.

Pflege 4.0 im Land Brandenburg – Studie zum Stand der Digitalisierung der Pflege im Land Brandenburg

Die Möglichkeiten digitaler Technologien zur Unterstützung der Pflege werden seit langem breit diskutiert. Die These der meisten Studien und Pilotprojekte ist, dass die Digitalisierung die Langzeitpflege entlasten und qualitativ aufwerten kann. Die Erfahrungen bei der Nutzung solcher Lösungen fallen hingegen ambivalent aus. Viele (wenn nicht die meisten) technischen Innovationen schaffen es bisher nicht in der Pflege Fuß zu fassen. Im Rahmen einer explorativen Betriebsfallstudie ist die Wirtschaftsförderung Brandenburg der Frage nachgegangen, welche digitalen Lösungen in der ambulanten und stationären Langzeitpflege aktuell und unter welchen Bedingungen funktionieren und welche nicht. Darüber hinaus wurde herausgearbeitet, welche Faktoren momentan gegen die Verbreitung bestimmter Technologien in der Pflege sprechen.

Dr. Jens Unruh

avatar-gb18a5fca2_640.png
Dr. Jens Unruh arbeitet in der Wirtschaftsförderung Berlin-Brandenburg. Er ist Teamleiter des Arbeitsbereichs "Gründung, Innovations- und Clusterkoordinierung".

Einschlägige Fördermöglichkeiten des Landes und des Bundes im Rahmen von Digitalisierungsvorhaben in der Pflege

Beschreibung folgt