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Caring Communities - zusammen Zukunft gestalten: Vorträge

Vorträge und Referent:innen am Montag 10.11.2025

Tagungsort: Hotel Mercure, Lange Brücke, 14467 Potsdam

Eröffnung

Andreas Kaczynski ist seit 2005 im Vorstand des Paritätischen, Landesverband Brandenburg e.V. tätig. Er war beteiligt an der Gründung der Qualitätsgemeinschaft Pflege, in der er lange als Vorstand agierte. Aktuell ist er Vorsitzender des Brandenburger Landespflegeausschusses. Die Entwicklung der Brandenburger Pflegelandschaft ist seit vielen Jahren ein Schwerpunkt und Anliegen seiner verbandlichen Arbeit.
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Andreas Kaczynski, Vorstand der Paritätische, Landesverband Brandenburg

Ausblick auf die Zukunft - Pflegepolitik nach der Landtageswahl

Britta Müller wurde am 11. Dezember 2024 von Ministerpräsident Dietmar Woidke ernannt und anschließend im Landtag vereidigt. Britta Müller ist parteilos und wurde für dieses Amt von der Partei „Bündnis Sahra Wagenknecht - Vernunft und Gerechtigkeit“ (BSW) nominiert.
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Britta Müller, Sozial- und Gesundheitsministerin des Landes Brandenburg

Modellregion Lausitz

Mit Blick auf dem demografischen Wandel, den Anstieg von pflegebedürftigen Personen, digitalen Innovationen sowie auf komplizierte Strukturen der pflegerischen und gesundheitlichen Versorgung macht sich der Zusammenschluss von insgesamt vier Landkreisen Südbrandenburgs und der kreisfreien Stadt Cottbus/Chóśebuz auf dem Weg, diese Herausforderungen auf interkommunaler Ebene zu begegnen. Mit starken Partnern an der Seite, wie die MUL-CT, die Pflegestützpunkte, die LIGA u.a. regionale Pflegenetzwerke werden gemeinsame Planungsprozesse entwickelt, Versorgungsbedarfe ermittelt und die entsprechenden Handlungsstrategien davon abgeleitet. Unter dem Motto „Pflege. Gemeinsam. Wir arbeiten daran.“ ist der Erhalt einer zukunftssicheren Pflege in der Lausitz das oberste Ziel des Pflegebundes.
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Teil 1: Maren Dieckmann, Fachbereichsleitung Soziales, Stadt Cottbus & Vertreter der Landkreise: Moderne Daseinsvorsorge am Beispiel des Pflegebundes Lausitz

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Teil 2: Holger Thomas | Leitung Kommunikationsbegleitung MUL-CT im Strukturwandel/Modellregion Lausitz: Vorstellung der Modellregion Gesundheit

Das Gesundheits- und Pflegewesen in der demografischen Transformation | Ohne professionelle Pflege und das soziale Umfeld geht es nicht

Der Pakt für Pflege Brandenburg fordert neue Wege in der Personalentwicklung – mit qualifikationsgerechtem Personaleinsatz, attraktiven Ausbildungsbedingungen und nachhaltiger Fachkräftesicherung. Unser Beitrag zeigt, wie diese Ziele in der Praxis umgesetzt werden können: mit einem flexiblen Springerpool, der strukturierten Integration internationaler Auszubildender und dem Aufbau einer eigenen Ausbildungsstation. Diese dient zugleich als Plattform für Veränderungsmanagement – mit klaren Zielen, Teameinbindung und der Integration in ein QN-System, das im Sinne des PeBeM eine qualifikationsgerechte, auf Pflegebedarfe abgestimmte Aufgabenverteilung ermöglicht. Ergänzend setzen wir auf ein internes Coachingprogramm für Pflegedienstleitungen und Einrichtungsleitungen, um Führungskompetenz zu stärken und Entwicklungspotenziale gezielt zu fördern. Der Vortrag zeigt praxisnah, wie sich politische Zielsetzungen – wie im Pakt für Pflege formuliert – in tragfähige Konzepte für den Pflegealltag übersetzen lassen.

Thorsten Kohl | Geschäftsführung Paritätische Gesellschaft für Pflege, Gesundheit und Sozialdienste, gemeinnützige GmbH

Pflegekraftmangel und die zivile Gesellschaft

Im Vortrag geht es um kreative Lösungswege aus dem Dilemma des Pflegekraftmangels mittels Integration der zivilen Gesellschaft in die tägliche Pflege. Hierbei wird insbesondere auf Studien über innovative Konzepte zur Versorgung von Menschen mit Demenz eingegangen (z.B. "Dementia Villages"). Die Bewältigung des Pflegekraftmangels ist eine gesellschaftliche Herausforderung, die alle betrifft, nicht nur die fachlich und politisch Verantwortlichen. In Italien ist der Notstand ebenfalls sehr groß, die Suche nach geeigneten Konzepten ist über die Grenzen Deutschlands essenziell und verlangt Alternativen, welche losgelöst von starren Strukturen einsetzbar sind.

Prof. Dr. Giancarlo Martinelli | Anthropologischer Soziologe, Universität Bologna

Vorträge und Referent:innen am Dienstag, 11.11.2025

Digitalkonferenz über Zoom

"Es braucht ein ganzes Dorf"

Caring Communities machen sichtbar, wie Pflege auch jenseits von Klinik und Pflegeheim gelingt – gemeinschaftlich, präventiv und lokal. In diesem Vortrag lernen Sie Konzepte und Praxisbeispiele kennen, die zeigen, wie Pflegefachpersonen als beratende, vernetzende und anleitende Akteure wirken können. Dabei geht es nicht um Idealbilder, sondern um konkrete Impulse für die kommunale Pflegepraxis. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf die Chancen neuer Rollenverständnisse – von der Gemeindeschwester bis zur Quartierspflege. Lassen Sie sich inspirieren, wie Ihre Kommune Teil einer sorgenden Gemeinschaft werden kann.

Heike Prestin | Geschäftsführung DBfK Nordost

Johannes Wünscher | Vorstand DBFK Nordost

Quartierskonzepte- Ganzheitliche Versorgungskonzepte als ein Weg für stabile sozialraumbezogene Versorgungsstrukturen

Kernelement dieses sektorenübergreifenden Versorgungsansatzes ist die nahräumliche umfassende Versorgung von Nutzer:innen durch die Mitarbeiter:innen der stationären Pflegeeinrichtung. Die ehemals rein stationäre Einrichtung tritt somit als ganzheitlicher Leistungserbringer über verschiedene Settings auf, ist in diesem Selbstverständnis auch ein Teil des Quartiers und stellt dadurch einen Ankerpunkt des sozialen Nahraums dar. Dieses Konzept bildet einen wichtigen Baustein zur Überwindung von sektoralen Grenzen und Hindernissen in der Beratung und Begleitung älterer Menschen; und dies gilt nicht nur für städtische Quartiere oder Strukturen. Die abgeschlossenen „einheitlichen Versorgungsverträge (Gesamtversorgungsverträge)“ nach §72 SGB XI, dienen dabei als Mittel, um einer (teil-)stationären Pflegeeinrichtung zu gestatten / zu ermöglichen, im Sozialraum (Nahraum) einer Einrichtung ambulante Leistungen der Pflege, Hauswirtschaft oder Betreuung zu erbringen. Die damit einhergehende organisatorische (personelle) Flexibilität ermöglicht es, sich den wechselnden Bedürfnissen der Nutzer:innen anzupassen und eine kontinuierliche sowie passgenaue seƫtingunabhängige Versorgung sicherzustellen ( Auhebung des „Einbahnstraßencharakters“).
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Jörg Schmidt | Geschäftsführung Städtische Seniorenheime Krefeld

MUL-CT: Vorstellung Projekt "ReGuLa – Neuausrichtung der Regionalen Gesundheitsversorgung durch Community Health Nursing in der Lausitz"

Das Modellprojekt verfolgt das Ziel, Community Health Nursing (CHN) als neue Versorgungsform zur Stärkung der Primärversorgung im ländlichen Raum zu implementieren. Dabei stehen besonders Menschen mit chronischen Erkrankungen, Multimorbidität oder Pflegebedarf im Fokus. CHN verbindet Gesundheitsförderung, Prävention und Krankheitsmanagement auf individueller und gemeinschaftlicher Ebene. Der Vortrag gibt einen Überblick über Zielsetzung, Struktur und Bedeutung des Modellvorhabens in der Lausitz.
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B. Sc./M. Sc. Lea Güttler | Expertin für Pflegeentwicklung, Kompetenzzentrum Pflege

Sarah Fabisch| Projektleitung für das Projekt ReGuLa, Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem

Das komplette Programm zum Ausdrucken

Das Programm zum Download wird zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht