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30.06.16

Save the Date! 3. Brandenburger Pflegefachtag

am 01. und 02. November 2016 in Erkner
Ob als pflegende Angehörige oder professionell Pflegende, ob in den Städten oder im ländlichen Raum – gemeinsam stehen wir durch die demografische Entwicklung in Brandenburg vor enormen Herausforderungen bei der Versorgung pflegebedürftiger Menschen – Herausforderungen die wir als Gesellschaft nur gemeinsam bewältigen können!
Die gesetzlichen Rahmenbedingungen werden durch die Pflegestärkungsgesetze wesentlich verändert.  Kernstück des PSG II ist die Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes. Bei der Feststellung der Pflegebedürftigkeit geht es nicht mehr um die Auflistung von verrichtungsbezogenem Unterstützungsbedarf, sondern um den Grad der Selbstständigkeit bzw. der Selbstversorgungskompetenzen bei der Bewältigung von  Alltagsanforderungen. Dieser Paradigmenwechsel der Sicht auf Pflegebedürftigkeit muss und wird Auswirkungen auf das pflegerische Handeln, auf die vorzuhaltenden Versorgungsstrukturen  und auf die kommunale Sozial – und Altenhilfeplanung haben. Die durch das PSG I und II deutlich verstärkten Möglichkeiten, Leistungen nach dem SGB XI flexibel einzusetzen, führen zur Initiierung unterschiedlicher und bedarfsgerechter Pflegearrangements in der ambulanten, teilstationären und stationären Versorgung. 
Ein weiteres wesentliches Reformvorhaben auf der Bundesebene ist die  Vereinheitlichung und Professionalisierung der Pflegeberufe. Das von der Bundesregierung geplante Pflegeberufegesetz soll zum einen die Ausbildungen der Krankenpflege, der Kinderkrankenpflege und der Altenpflege in ein gemeinsames Berufsbild zusammen führen. Zum anderen bildet es die Grundlage einer akademischen Pflegeausbildung. Gleichzeitig geht der Auftrag aus dem PSG II an die Selbstverwaltung, in den nächsten Jahren das Verfahren für eine wissenschaftlich fundierte Personalbemessung in der stationären Pflege zu entwickeln. 
Werden die Reformen auf Bundesebene tatsächlich einen „Stufensprung“ in der Pflege einleiten, sowohl für die Pflegebedürftigen als auch für die professionell Pflegenden? Oder bleibt es bei einer „Gra(d)twanderung“ zwischen den Ansprüchen der Pflegebedürftigen einerseits und den personellen und finanziellen Ressourcen, die die Gesellschaft bereitstellen will andererseits? Dieser zentralen Frage will sich der 3. Brandenburger Pflegefachtag als Branchentreff im Land stellen. 
Im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit wird dabei stehen, welche Chancen die Entwicklungen auf der Bundesebene für Brandenburg bieten. Dabei orientieren wir uns – wie in den Vorjahren – an den drei Handlungsfeldern der Brandenburger Pflegeoffensive:
  • Wirksame Entlastung pflegender Angehöriger,
  • Organisation von Pflegevermeidung und Pflege im Quartier
  • Verbesserung von Ausbildungs- und Beschäftigungsbedingungen in der Pflege.
Die Fachkräftesicherung wird dabei ein Schwerpunkt sein. Wesentliche Maßnahmen, um die Pflege personell abzusichern,  sind  die Steigerung der Ausbildungszahlen, eine tarifliche Bezahlung, gute Arbeitsbedingungen, eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Pflegeberufes und die erfolgreiche berufliche und gesellschaftliche Integration ausländischer Pflegefachkräfte.
In verschiedenen Fachforen wollen wir mit Ihnen gemeinsam Strategien und Perspektiven zu einer zukunftssicheren  Ausgestaltung der pflegerischen Versorgung  im Land Brandenburg ausloten. 
Wie schon in den Vorjahren wollen wir Sie gewinnen, sich mit Ihren Ideen, Konzepten und Vorschlägen in die Gestaltung einer modernen Pflegelandschaft für Brandenburg einzubringen – einer Pflegelandschaft, die den Herausforderungen der Demografie auch in Zukunft gewachsen ist!