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Das Qualitätssiegel der QgP

Die Mitgliedseinrichtungen der QgP, die sich einer unabhängigen Prüfung der Ergebnisse ihrer Qualitätssicherungsmaßnahmen stellen wollen, können sich von der DQS  (Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen) ihr Qualitätsmanagementsystem testieren lassen.
Die erfolgreiche Begutachtung wird von der DQS mit der Verleihung des DQS-Siegels bestätigt. Auf dieser Grundlage erhält die geprüfte Einrichtung auch das QgP-Siegel. Die Berechtigung zur Führung des Siegels muss alle zwei Jahre durch eine erneute Prüfung erworben werden.
Das DQS- / QgP-Siegel ist der Ausweis für ein erfolgreich eingeführtes und angewendetes Qualitätsmanagementsystem und die Bestätigung für die Erfüllung und Einhaltung geforderter Qualitätsparameter.
Wesentliche Voraussetzung für die Zertifizierung stellt eine vorausgehende Selbstbewertung dar. Die Pflegeeinrichtung überprüft zunächst selbst anhand eines zum QgP-Handbuch gehörenden Selbstbewertungsbogens, ob und in wie weit sie die geforderten Qualitätsstandards erreicht und erfüllt. Die Ergebnisse der Selbstbewertung sind der DQS bei Anmeldung zur Zertifizierung mit einzureichen.
Das Begutachtungsverfahren selbst dauert in der Regel einen Tag und wird von einem A-Gutachter von der DQS und von einem B-Gutachter der QgP durchgeführt. Geprüft werden die Bereiche Pflege, Betreuung, Hauswirtschaft, Organisation und Verwaltung  - also Struktur und Funktion des Qualitätsmanagements in der Umsetzung und den Ergebnissen. .Ein nicht unerheblicher Bestandteil des QgP-Verfahrens zur Begutachtung ist durch die stichprobenartige Prüfung der Ergebnisqualität bei mindestens drei Pflegebedürftigen gegeben – das Einverständnis der Pflegebedürftigen bzw. von deren Angehörigen oder Betreuern geht der Begutachtung selbstverständlich voraus.
Warum soll ich mich neben der im Gesetz festgelegten Prüfung durch den MDK und durch die Aufsicht für unterstützende Wohnformen (nur bei stationären Einrichtungen) auch noch einer freiwilligen Prüfung durch eine unabhängige Prüfinstitution unterziehen, die außerdem auch noch Geld kostet?
Eine erste Antwort liegt schon im Unterschied von gesetzlich und freiwillig. Mit der Freiwilligkeit wird dokumentiert: wir wollen mehr tun, als das Gesetz fordert, wir sind bereit uns an unseren selbst gesetzten Qualitätsmaßstäben, die auch durch die Bedürfnisse der Kunden mit bestimmt sind, messen zu lassen, haben also nichts verbergen. Die freiwillige Prüfung ist unser Beweis für Transparenz. Nicht zuletzt kann das QgP-Siegel ein wichtiges Marketinginstrument sein, mit dem in der Öffentlichkeit geworben werden kann, mit dem gesicherte Qualität und Zuverlässigkeit dokumentiert werden.
Das aber ist in der Gegenwart und in den kommenden Jahren eine Forderung von den Pflegebedürftigen bzw. deren Angehörigen, der neben anderen Parametern höchste Priorität zukommt.
Das QgP-Verfahren wird die Transparenzkriterien integrieren, auf die Qualitätsprüfrichtlinie in ihrer Gesamtheit abgestimmt sein und die Selbstbewertungsbögen werden entsprechend neu bearbeitet.
Ganz nebenbei ist noch ein weiterer Effekt des QgP-Begutachtungsverfahrens möglich. Mit der Zulassung von Prüfungen der Struktur- und Prozessqualität durch externe Prüfinstitutionen kann der Umfang der Regelprüfungen durch den MDK erheblich eingeschränkt werden. Damit besitzt das QgP-Begutachtungsverfahren einen hohen Stellenwert.
Angemerkt sei, dass das QgP-Verfahren mit den verschiedenen Prüfverfahren der einzelnen Wohlfahrtsverbände und den dort gesetzten Anforderungen bei partiell geringen Anpassungen durchaus kompatibel ist.
Nebenstehend finden sie eine grafische Darstellung des QgP-Verfahrens für den Überblick.

QgP-Verfahren im Überblick

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