Sie befinden sich hier: StartseitePflegefachtag / Meldungen / Informationen zu Foren und Panel 

Was erwartet Sie in den Foren und Panel?

Dienstag 10.11.2020

Forum 1-4: Pakt für Pflege

Im Koalitionsvertrag der Landesregierung haben sich die Regierungsparteien auf den Pakt für Pflege mit vier thematischen Säulen verständigt. Die Operationalisierung des Paktes erfolgt in Arbeitsgruppen der „AG-Pflegestrategie“ des Landespflegeausschusses. Die Foren 1-4 widmen sich thematisch den vier Säulen des Paktes für Pflege:
  • Forum 1: Förderprogramm Kommune: Pflege vor Ort
  • Forum 2: Investitionsprogramm Kurzzeit- und Tagespflege
  • Forum 3: Ausbau der Pflegestützpunkte
  • Forum 4: Ausbildung und Fachkräfteentwicklung
Der PfP sieht u.a. ein Investitionsprogramm für die Kurzzeit- und Tagespflege vor. Damit sollen zur Unterstützung der häuslichen Pflege verlässliche, wohnortnahe und bezahlbare Angebote der Kurzzeit- und Tagespflege, insbesondere für den ländlichen Raum geschaffen werden.
Die aufeinanderfolgenden Blöcke haben unterschiedliche Schwerpunkte. In einem ersten Schritt wollen wir Ihnen den Pakt für Pflege und die Ergebnisse der Arbeitsgruppe vorstellen (Block 1, 13:30-15:00), um dann mit Ihnen über ihre Bedeutung und Wirksamkeit für die Praxis sowie mögliche Strategien zu diskutieren (Block 2, 15:30-17:00).
Die Ergebnisse werden dokumentiert. Ihre Rückmeldungen und Hinweise sollen die politische Weichenstellung mit den Bedürfnissen und Erfahrungen aus der Praxis abgleichen. Vertreter*innen der Praxis lernen die Regelungen kennen und werden bei der Entwicklung eigener Strategien unterstützt.

Infomation zu den Foren 5 und 6

Um eine angenehme und persönliche Arbeitsatmosphäre zu garantiere ist die Teilnahme auf 15 Personen beschränkt (nach Anmeldedatum). Bitte beachten Sie, dass das Forum den ganzen Nachmittag (13:30-17:00) zusammen arbeitet. Ein Einsteigen zur Hälfte ist nicht möglich, ein früheres Aussteigen wäre schade.

Forum 5: Gesunde Arbeit: Salutogenese in der Führung

Das Forum wird von 13:30 bis 17:00 dauern.

Die eigene Gesundheit in der Führungsposition zu erhalten, ist die Basis um agieren zu können. In herausfordernden Zeiten kann die Aufmerksamkeit dafür schnell ins Hintertreffen geraten.
Finden Sie heraus, welche individuellen salutogenen Faktoren sie selbst stabil erhalten und wie Sie diese stärken können. Sie aktivieren verschiedene Persönlichkeitsanteile und setzen sie gezielt für  die Erhaltung Ihrer Gesundheit ein. Und  Sie reflektieren, welche Wirkung Ihr Gesundheitsverhalten auf Ihre Mitarbeitenden hat.
Im Workshop entwickeln Sie eine persönliche Strategie für Ihre Gesundheit, die Sie in konkreten Situationen im Berufsalltag umsetzen können.

Sigrid Schlecht-Reichert (Referentin)

Sigrid Schlecht-Reichert gestaltet in diesem Jahr unser Forum 5 "Gesunde Arbeit: Salutogenese in der Führung".

Forum 6 Persönlicher Umgang mit Sterben und Tod in der Pflege

Das Forum wird von 13:30 bis 17:00 dauern.

Sterben gehört für Pflegende zum Alltag. Oft fehlt uns dabei die Zeit oder der Rahmen, uns mit wichtigen Fragen auseinanderzusetzen.
  1. Was bedeuten Hospizkultur und Palliativkompetenz in einer Einrichtung? Wie sieht eine gute Sterbebegleitung aus?
  2. Wie sieht meine persönliche Einstellung zu Sterben und Tod aus? Was hilft mir im Umgang mit sterbenden Menschen?
  3. Was sollen wir im Blick behalten, um beruhigt zu sein, an alle wesentlichen Dinge in der Sterbebegleitung gedacht zu haben?
Im Forum nehmen wir uns Zeit, eigene Antworten auf diese Fragen zu entwickeln und somit einen persönlichen und professionellen Umgang zu stärken.

Tamara Maier (Referentin)

Tamara Maier ist zertifizierte Moderatorin für die Schulung „Palliative Praxis“ und verantwortlich für Forum 6.

Mittwoch 11.11.2020

Panel 1: Das Modell Buurtzoog: Die Lösung für die Pflege in Deutschland?

Buurtzorg ist in den Niederlanden seit seiner Gründung im Jahr 2007 zu einem der größten ambulanten Pflegeeinrichtungen herangewachsen. Bei Buurtzorg arbeiten die Pflegekräfte in kleinen, lokal tätigen teilautonomen Teams und erhalten für die Ausgestaltung der Versorgung ihrer Patient*innen einen großen Handlungsspielraum. In Deutschland wird Buurtzorg aufgrund dieses Erfolgs und seines „Modells“ vielerorts diskutiert.
Wie ist der Erfolg von Buurtzorg in den Niederlanden zu erklären? Wodurch zeichnet sich das Organisationsmodell von Buurtzorg aus? Wie könnte eine Übertragung auf deutsche Einrichtungen aussehen? Ist es die Lösung für die Herausforderungen der Pflege in Deutschland und auf das deutsche Pflege- und Gesundheitssystem übertragbar? Diese und weitere Fragen aus dem Panel werden im Anschluss an einen Einführungsvortrag beantwortet.
Renè Bernards | Paritätischer NRW

Panel 2: Eingliederungsmanagement als Instrument zur gesunden Mitarbeiterführung

Das betriebliche Eingliederungsmanagement ist eine gesetzliche Vorgabe. Wie kann dieses Instrument genutzt werden, um betriebliche Interessen zu wahren und gleichzeitig die zumeist qualifizierten langjährigen Mitarbeitenden wieder ins Unternehmen zurück zu holen und mit Aufgaben zu betrauen, die die Grunderkrankungen berücksichtigen?
Gemeinsam werden in diesem Workshop Fälle bearbeitet. Bitte bringen Sie dazu auch Ihre Erfahrungen, Fragen und Beispiele mit.
Gudrun Haase | ASB Düsseldorf e.V.

Panel 3: Social Media - ein Weg der Personalakquise

Der Vortrag gibt Einblicke und Handlungsempfehlungen in die verschiedenen Wege der nachhaltigen Personalgewinnung für die Pflegedurch Social Media. Wir beschäftigen uns mit der Frage, wie man sich als Einrichtung oder Träger platziert, um den größtmöglichen Nutzen aus eigenen Social-Media-Kampagnen zu ziehen. Angefangen mit der Gestaltung einer Kampagne, über das richtige Budget bis hin zur Gestaltung von Schnittstellen zum eigenen Personalsystem.
Felix Westphal | PFLEGIA

Panel 4: Pflege und Telemedizin – Ein Muss für die ländlichen Regionen

Anhand von Praxisbeispielen und einem Erfahrungsaustausch zu den Möglichkeiten von telemedizinischen Anwendungen in der Pflege wollen wir in dem Workshop die Notwendigkeit von Telemedizin für die pflegerische Versorgung in der ländlichen Region aufzeigen. Ihre Corona-Erfahrungen sind hierbei gefragt.

Elimar Brandt und Jürgen Heese (Referenten)

Panel 5: Altersfreundliche / Barrierearme Wohnberatung

Die Anpassung  des  Wohnraums  durch  Hilfsmittel,  Umorganisation  oder  baulichen  Maßnahmen eröffnet  den  Betroffenen  erhebliche  Chancen  für  ein  selbstständiges  Wohnen  und  kann  häusliche Unfälle  und  einen  verfrühten  Umzug  in  ein  Pflegeheim  vorbeugen.  In der Wohnberatung  werden entsprechende Strukturen aufgebaut und Hilfe zur Verbesserung der räumlichen Wohnverhältnisse als  auch  Lebensumstände  angeboten. Betroffene und deren  Angehörige  werden  präventiv  oder  in pflegerischen  Akut- bzw.  Krisensituationen unterstützend begleitet. Die spezialisierte Beratung  zur Wohnraumanpassung  zählt  jedoch  weiterhin  nicht  zum  Standardangebot  für  Pflegebedürftige. Dieses Forum möchte  Chancen  für  Brandenburg  und  auch  andere  Bundesländeraufzeigen,  eine solche Wohnberatung in die Regelfinanzierung zu integrieren.

Annemarie Gundermann und Barbara Erjauz (Referentinen)