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28.04.15

Caritas und Diakonie: Betrag für Palliativversorgung ist zu niedrig

Stellungnahme des Deutschen Caritasverbandes und Diakonie Deutschland vom 28.04.2015
Berlin. Die Präsidenten des Deutschen Caritasverbandes und der Diakonie Deutschland, Peter Neher und Ulrich Lilie begrüßen den Gesetzentwurf zur Hospiz- und Palliativversorgung, merken aber an, dass mindestens 275 Millionen Euro benötigt werden, um das Angebot allein in 50% der Pflegeheime umsetzen zu können. So gesehen sei der veranschlagte Betrag von 200 Millionen Euro im Gesetzentwurf viel zu gering.
Um den letzten Lebensabschnitt für die Sterbenden und Angehörigen würdevoll zu gestalten, verdeutlicht Peter Neher, dass „Schwerstkranke und sterbende Menschen oft nicht nur an körperlichen Schmerzen leiden. Sie leiden auch an den psychischen, den sozialen, und häufig auch finanziellen Folgen ihrer Krankheit. Das Ziel einer guten Betreuung und Begleitung am Lebensende muss es daher sein, nicht nur die körperlichen Schmerzen zu lindern sondern die Menschen mit ihrer Angst und Trauer und mit ihrer Einsamkeit nicht alleine zu lassen". Nur ein flächendeckendes Angebot in ganz Deutschland ermöglicht eine gute Versorgung, Begleitung und Sterben in Würde.
Neben der Caritas und Diakonie haben sich auch die Bevollmächtigten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und das Kommissariat der deutschen Bischöfe zum Thema in einer Stellungnahme geäußert.